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	<title>Was die Welt nicht braucht... &#187; Dialog</title>
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		<title>Was die Welt nicht braucht... &#187; Dialog</title>
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		<title>&#8222;Sie werden uns fehlen!&#8220; &#8211; Offener Brief eines schweizer Journalisten an Fatih Terim</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Jun 2008 13:41:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nuhduran</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8222;Blick&#8220; ist das schweizerische Pendant der &#8222;Bild&#8220;. Über einen Freund habe ich erfahren, dass Alain Kunz, Sportredakteur, einen offenen Brief an Terim geschrieben hat. Hier ist nun der Brief von Kunz an Terim. Lesenswert!
&#8222;Sie werden uns fehlen!&#8220;



 




Ich muss gestehen: Ich habe mit Ihnen und Ihrer Mannschaft mitgefühlt, als  sie Lahms K.o.-Hammer traf. In [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=nuhduran.wordpress.com&blog=658744&post=127&subd=nuhduran&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>&#8222;Blick&#8220; ist das schweizerische Pendant der &#8222;Bild&#8220;. Über einen Freund habe ich erfahren, dass Alain Kunz, Sportredakteur, einen offenen Brief an Terim geschrieben hat. Hier ist nun der Brief von Kunz an Terim. Lesenswert!</p>
<p><strong>&#8222;Sie werden uns fehlen!&#8220;</strong></p>
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<div class="images"><a class="zoom-image" rel="lightbox" href="http://is.blick.ch/img/gen/a/v/HBavum9U_Pxgen_r_900x580.jpg"> </a></div>
<div class="description"><a href="http://nuhduran.files.wordpress.com/2008/06/terim.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-128" style="margin:5px;" src="http://nuhduran.files.wordpress.com/2008/06/terim.jpg?w=300&#038;h=193" alt="" width="300" height="193" /></a></div>
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<p>Ich muss gestehen: Ich habe mit Ihnen und Ihrer Mannschaft mitgefühlt, als  sie Lahms K.o.-Hammer traf. In der letzten Minute. Normalerweise nicht mehr  aufzuholen. Ausser Ihre Mannschaft ist auf dem Feld. Diesmal klappte es nicht.  Es gab kein viertes Mal. Und ich muss auch gestehen: Zu Beginn des Turniers  hätte ich mir nie und nimmer vorstellen können, irgendwann Mitgefühl mit Ihnen  haben zu können. Wir, ja, hassten Sie.</p>
<p>Das, was damals war im Istanbuler  Herbst 2005, das haben wir nicht vergessen. Wie Sie sich als Provokatör aufgeführt haben. Wie Sie nach dem Spiel zu den Rädelsfüh­rern gehörten.  Und, was am schlimmsten war: Sie kamen straffrei davon. Und Sie hatten sogar die  ungeheuerliche Frechheit, nicht abzutreten. Kollegen von mir setzen seither  keinen Fuss mehr auf türkischen Boden. Ich bin nicht derart radikal, habe die  Schönheit der Südtürkei trotz allem nicht missen wollen.</p>
<p>Und dann diese  Euro. Die Auslosung. Schweiz und Türkei in derselben Gruppe. Was für ein Hammer!  Sie bemühten sich, als Schmusekatze aufzutreten. Ganz nett. Ganz lieb. Ganz  heuchlerisch. Dachten wir alle  hier. Niemand nahm Ihnen Ihre Floskeln ab. Nicht  vor dem ersten Spiel. Nicht danach. Und immer noch nicht nach dem  Last-Second-Sieg gegen uns. Nicht genug der Ungeheuerlichkeiten: Sie, Fatih  Terim, warfen uns aus dem Turnier.</p>
<p>Ein Heuchler? Irgendwann stellten wir  fest: Das ist authentisch. Diese Läuterung. Sicher: Sie sind immer noch ein  brodelnder Vulkan an der Linie. Eruptionen gabs auch, klar. Aber es waren nur  noch kontrollierte Ausbrüche. Selbst meine Frau musste feststellen: Hey, der Typ  hat was. Sympathisch, charismatisch, attraktiv. Dabei hatte sie mich damals, im  Herbst 2005, nur mit gemischten Gefühlen nach Istanbul, zu Ihnen, gehen  lassen.</p>
<p>Und ganz zum Schluss haben wir gar mitgelitten im epischen Spiel  gegen Deutschland. Wir haben Ihre Tränen gesehen nach dem späten Ausgleich. Wir  haben festgestellt, dass Sie nie lamentiert haben. Neun verletzte oder gesperrte  Spieler. Zweieinhalb gesunde Feldspieler auf der Bank. Kein Thema! Packen  wirs an. Und wie Sie und Ihre Spieler es angepackt haben! Nicht mehr nur als  Krieger, wie noch 2005. Sondern leidenschaftlich und beseelt von einem  unglaublichen Kampfgeist.</p>
<p>Und jetzt treten Sie ab. Trotz Vertrag bis  2010. Schade eigentlich. Denn was Sie mit Ihrer Mannschaft erreicht haben, ist  einmalig. Glück war auch dabei, klar. Aber Sie haben es geschafft, in unsere  Herzen vorzudringen. Zweieinhalb Jahre nach Istanbul. Und das hatten wir vor dem  Turnier für ausgeschlossen gehalten. Deshalb gehört Ihnen unsere  Hochachtung.</p>
<p>Alain Kunz, Redaktör (sic!)</p></div>
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		<title>&#8222;Hepimiz insaniz&#8220; &#8211; &#8222;Wir alle sind Menschen&#8220;</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Feb 2008 16:24:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nuhduran</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kommentar
Hepimiz insaniz
Von Volker Zastrow
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10. Februar 2008 Hepimiz insaniz &#8211; das heißt: Wir alle sind Menschen. Diese Worte hat der türkische Ministerpräsident Erdogan in Ludwigshafen den zumeist türkischen Zuhörern zugerufen, über das Fernsehen haben sie Millionen weitere Türken und Deutsche erreicht. Seither hat Erdogan bei den Deutschen vermutlich einen Stein im Brett &#8211; [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=nuhduran.wordpress.com&blog=658744&post=93&subd=nuhduran&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><h2>Kommentar</h2>
<h1>Hepimiz insaniz</h1>
<p class="Author">Von Volker Zastrow</p>
<div style="visibility:hidden;display:none;"> <a href="http://www.faz.net/s/Rub7FC5BF30C45B402F96E964EF8CE790E1/Doc%7EE68B357028A9D43E396FE263719533DA4%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html" class="normalLinks">Drucken</a><a href="http://www.faz.net/s/Rub7FC5BF30C45B402F96E964EF8CE790E1/Doc%7EE68B357028A9D43E396FE263719533DA4%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html" class="normalLinks">Versenden</a><a href="http://www.faz.net/s/Rub7FC5BF30C45B402F96E964EF8CE790E1/Doc%7EE68B357028A9D43E396FE263719533DA4%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html" class="normalLinks">Vorherige Seite</a></p>
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<p><span class="Italic">10. Februar 2008 </span>Hepimiz insaniz &#8211; das heißt: Wir alle sind Menschen. Diese Worte hat der türkische Ministerpräsident Erdogan in Ludwigshafen den zumeist türkischen Zuhörern zugerufen, über das Fernsehen haben sie Millionen weitere Türken und Deutsche erreicht. Seither hat Erdogan bei den Deutschen vermutlich einen Stein im Brett &#8211; und wenn er nicht Türke wäre, sondern Amerikaner oder Franzose, würde man seinen Namen in einem Atemzug mit dem Kennedys und de Gaulles nennen, die es einst auch vermocht hatten, das richtige Wort zum richtigen Zeitpunkt zu finden. Aber auf Türken schaut man in Deutschland und Westeuropa wegen des ökonomischen und zivilisatorischen Rückstands des Landes immer auch ein wenig herab.<span id="more-93"></span></p>
<p>Daher fällt es nicht leicht, Erdogans staatsmännische Größe zu erkennen. Man soll den Staatsmann nicht vor seinem politischen Abend loben. Dennoch vertut man sich nicht, Erdogan einen Großen zu nennen, dem nicht viele das Wasser reichen können. Auch innenpolitisch ist er Steuermann eines tiefgreifenden Wandels, unter seiner Führung löst sich die Türkei aus der kemalistischen Ordnung &#8211; wobei der „Islamismus“ Erdogans doch unmöglich mit dem fanatischer Terroristen gleichgesetzt werden kann.</p>
<div>
<div align="center"></div>
</div>
<p><b>„Unsere Zivilisation“</b></p>
<p>Seine Partei nimmt in Anspruch, ihr Weltbild aus der Religion abzuleiten; das tut die CDU auch. Dass es geboten sei, die Menschen als Gottes Geschöpfe und in ihnen Gott selbst zu lieben, wird man CDU-Politiker allerdings kaum sagen hören; das klingt uns pathetisch.</p>
<p>Aber Erdogan hat es in Ludwigshafen gesagt &#8211; und sich dabei auf „unsere Zivilisation“ berufen. Niemals tritt er als derjenige auf, dem Integration abverlangt wird wie eine Leistung; obwohl dieser Anspruch (an Personen) nicht nur die deutsche Ausländerdebatte, sondern auch die Beitrittsverhandlungen mit der EU (an ein ganzes Land) kennzeichnet. Vorschläge wie die, türkische Lehrer nach Deutschland zu senden und türkische Universitäten zu gründen, zeugen von einem Selbstbewusstsein, das nicht in unser vielleicht doch etwas herablassendes Türkenbild passt. Der Mann ist, schluck, eine Art Aufklärer.</p>
<p>Text: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 10.02.2008, Nr. 6 / Seite 12</p>
<p>Quelle: <a href="http://www.faz.net/s/Rub7FC5BF30C45B402F96E964EF8CE790E1/Doc~E68B357028A9D43E396FE263719533DA4~ATpl~Ecommon~Scontent.html" title="Hier die Quelle" target="_blank">http://www.faz.net</a></p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/nuhduran.wordpress.com/93/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/nuhduran.wordpress.com/93/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/nuhduran.wordpress.com/93/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/nuhduran.wordpress.com/93/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/nuhduran.wordpress.com/93/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/nuhduran.wordpress.com/93/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/nuhduran.wordpress.com/93/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/nuhduran.wordpress.com/93/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/nuhduran.wordpress.com/93/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/nuhduran.wordpress.com/93/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/nuhduran.wordpress.com/93/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/nuhduran.wordpress.com/93/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=nuhduran.wordpress.com&blog=658744&post=93&subd=nuhduran&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>„Wer sich selbst…“</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Mar 2007 21:56:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nuhduran</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn man einem Menschen, der die Sprache eines Landes nicht spricht, etwa deshalb, weil er aus einem fremden Land kommt, bei seinen Alltagsgeschäften, so z.B. bei einem Behördengang, die helfende Hand reicht und ihm demnach einen Gefallen tut, dann führt man den besten Dialog zwischen zwei sich fremden Kulturen. Nichts anderes ist gemeint, wenn es [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=nuhduran.wordpress.com&blog=658744&post=57&subd=nuhduran&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><span></span><span>Wenn man einem Menschen, der die Sprache eines Landes nicht spricht, etwa de</span><span><img src="http://nuhduran.files.wordpress.com/2007/03/helfen.jpg?w=146&#038;h=200" align="right" border="1" height="200" hspace="5" vspace="5" width="146" /></span><span>shalb, weil er aus einem fremden Land kommt, bei seinen Alltagsgeschäften, so z.B. bei einem Behördengang, die helfende Hand reicht und ihm demnach einen Gefallen tut, dann führt man den besten Dialog zwischen zwei sich fremden Kulturen. Nichts anderes ist gemeint, wenn es heißt, man soll einen interkulturellen Dialog führen. Der Alltagsdialog, oder Lebensdialog, müsste zu einem festen </span><span>Bestandteil unseres Lebens werden, dann erst macht das Miteinander einen Sinn und Menschen genießen ihr Leben. Die eine Seite freut sich, geholfen zu haben, denn die Wohltat lässt einen Menschen sich besser fühlen, und die andere Seite freut sich, unterstützt geworden zu sein. Wenn sich beide Seiten freuen können, dann ist der Dialog perfekt.</span><span id="more-57"></span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Was aber ist die Voraussetzung für einen gesunden Dialog? Was muss beachtet werden, was darf nicht gemacht werden? Das Wichtigste ist es, zuerst zu erkennen, wer und was man ist. Also eine persönliche Standortbestimmung: wo stehe ich im Leben, was sind meine Ideale, worauf Ziel ich ab in meine Leben? Kann man diese Fragen beantworten, wird man erkennen, dass das Leben alleine nicht viel Sinn macht. Der Mensch braucht als soziales Wesen ein Umfeld. Sein Umfeld ist sehr dynamisch, es ändert sich regelrecht tagtäglich: in der Straßenbahn, auf der Straße, im Aufzug, auf einem Konzert oder im Kino. Menschen lernen immer wieder neue Menschen kennen. Wenn man also weiß, dass man seine Mitmenschen braucht, dann verspürt man auch das Bedürfnis, Kontakt mit diesen Menschen aufzunehmen. Hat man nun seit dreißig Jahren einen Nachbarn, der ursprünglich aus einem fremden, fernen Land kommt, so wird man sich dazu entscheiden, jetzt, da die Wichtigkeit des Kontakts zu Mitmenschen erkannt ist, einen Dialog mit diesen zu führen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Den Spieß kann man umdrehen: wenn man in einem fremden Land lebt, und jahrelang mit Menschen gelebt hat, deren Sprache man nicht spricht, dann muss man früher oder später erkennen: ein glückliches gemeinsames Leben fußt auf einem gesunden Dialog. Ja, aber warum gemeinsames Leben? Müssen wir uns denn mögen? Ja – diese Antwort ist nicht als meine, sondern als jene der Gesellschaft zu verstehen. Weder haben die Menschen, die ursprünglich aus fremden Ländern gekommen sind, vor, Deutschland zu verlassen, noch kann man sagen, dass die hier Einheimischen aus Deutschland auswandern werden. Ein gemeinsames Leben ist also unumgänglich. Und kein gemeinsames Leben ohne gesunden Dialog – und Dialog benötigt immer zwei! Es bringt nichts, von Menschen hier zu verlangen, sich in das System zu integrieren. System und Menschen müssen sich gegenseitig integrieren. Ein Nehmen und Geben also. Schließlich haben beide Seiten Schätze, welche die jeweils andere Seite nicht besitzt. Und das Leben nach einer einzigen Kultur – Leitkultur – zu führen, ist so unmodern wie die Deutsche Mark. Wir leben in einer kulturreichen Gesellschaft, machen wir Gebrauch von diesen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Unser Goethe hat nicht um sonst gemeint: </span></p>
<p class="MsoNormal"><span>„Wer sich selbst und andere kennt,<br />
Wird auch hier erkennen:<br />
Orient und Okzident<br />
Sind nicht mehr zu trennen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Sinnig zwischen beiden Welten<br />
Sich bewegen, laß ich gelten.<br />
Also zwischen Ost und Westen<br />
Sich bewegen sei zum Besten!“</span></p>
<p class="MsoNormal">(Aus dem &#8222;West-östlichen Diwan&#8220;)</p>
<p class="MsoNormal">Ein alter Versuch vom 3. März 2005 &#8211; inzwischen schon mehr als 2 Jahre alt.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Juden, Christen und Muslime &#8211; Gemeinsam an der Zukunft bauen! (von M. Blume)</title>
		<link>http://nuhduran.wordpress.com/2007/03/05/juden-christen-und-muslime-gemeinsam-an-der-zukunft-bauen/</link>
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		<pubDate>Mon, 05 Mar 2007 11:41:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nuhduran</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Dialog]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgeschehen]]></category>

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		<description><![CDATA[Was mache                        ich eigentlich hier, warum bin ich ausgerechnet jetzt an                      [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=nuhduran.wordpress.com&blog=658744&post=54&subd=nuhduran&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Was mache                        ich eigentlich hier, warum bin ich ausgerechnet jetzt an                        dieser S<img src="http://nuhduran.files.wordpress.com/2007/03/3c6b8551-5802-47e6-b934-fbbcb4bcbf88.jpg?w=200&#038;h=207" alt="Trialog!" align="right" height="207" width="200" />telle? Jeder Mensch, der nachdenkt, der seinen Platz                        im Leben sucht, wird sich früher oder später diese                        Frage stellen. Von ihrer Beantwortung hängt entscheidend                        ab, ob er einen Sinn im Leben entdeckt und für sich                        selbst eine positive Aufgabe, seinen persönlichen Weg,                        findet.Warum etwa sind die Muslime nach Deutschland gekommen bzw.                        geholt worden? Hört man sich um, heißt es von                        allen Seiten leider immer wieder: &#8222;Wegen des Geldes.                        Da waren die einen, die eine erträgliche Arbeitsstelle                        suchten, und die anderen, die für ihre Wirtschaft dringend                        Arbeiter benötigten &#8211; dass man auf Dauer beieinander                        bleiben würde, konnte ja keiner ahnen.&#8220;</p>
<p>Ist also unser Zusammenleben bloß ein ‚dummer                        Zufall&#8217;, ein Triumph des Materialismus? <span id="more-54"></span>Solange wir davon                        überzeugt sind, ist es nicht weiter verwunderlich,                        dass es überall knirscht, dass allerorten gegenseitiges                        Misstrauen und Vorurteile herrschen und dass viele junge                        Muslime in Deutschland Schwierigkeiten haben, eine positive                        Identität, ein starkes Selbstbewusstsein und Akzeptanz                        zu finden.</p>
<p>Glauben wir aber denn nicht alle an den Einen Gott, der                        Herr der Geschichte ist und schon vor Beginn der Zeit von                        jedem Blatt wusste, dass demnächst von den Bäumen                        zur Erde fallen würde? Als ich mich als Christ mit                        dem Islam beschäftigte, fand ich zu meiner Überraschung                        auch wertvolle Abschnitte der Geschichte Ismaels, des Stammvaters                        der Muslime, in der Bibel wieder. Von Gottes Segen auf ihm                        wird berichtet, von Abrahams Liebe zu ihm &#8211; und von der                        Prophezeiung, die seiner Mutter Hagar noch vor seiner Geburt                        von einem Engel gegeben wurde: &#8222;Und er (Ismael) wird                        wohnen mitten unter seinen Brüdern und er fordert sie                        alle heraus!&#8220; (1.Mose 16,12)</p>
<p>Offensichtlich hat Gott Seine Prophezeiung wahr gemacht:                        Inzwischen leben wir zusammen &#8211; und fordern einander heraus.                        Besteht aber diese Herausforderung wirklich darin, dass                        wir einander mit allen Mitteln der Macht, des Vorurteils                        und der Bedrängung entgegentreten? Ganz und gar nicht,                        denn nur weil solche Konfrontationen im Laufe der Geschichte                        von allen Seiten viel zu oft praktiziert wurden, ist die                        Religion überhaupt in Verruf geraten, etwas zu sein,                        was die Menschen trennt, zur Intoleranz anstiftet und gegeneinander                        aufbringt, was Fortschritt und Frieden eher behindert als                        fördert.</p>
<p>Ein Schlüssel zu einem anderen Verständnis von                        ‚Herausforderung&#8217; findet sich in der Bibel (siehe auch                        dazu im Neuen Testament Matthäus 12,33 ff. oder 25,31                        ff.!) &#8211; und ebenso klar, deutlich und schön im Koran,                        etwa wenn geboten wird &#8222;nur auf die beste Weise&#8220;                        zu streiten und den Blick auf die Gemeinsamkeiten zu richten.</p>
<p>Im Koran heißt es: <em>&#8222;Einem jeden von Euch                        haben Wir eine klare Satzung und einen deutlichen Weg vorgeschrieben.                        Und hätte Gott gewollt, Er hätte Euch alle zu                        einer einzigen Gemeinde gemacht, doch Er wünscht, Euch                        auf die Probe zu stellen durch das, was Er Euch gegeben.                        Wetteifert darum in guten Werken. Zu Gott ist Euer aller                        Heimkehr; dann wird Er Euch aufklären über das,                        worüber Ihr uneinig wart.&#8220;</em> (5:49)</p>
<p>Wenn Gott gewollt hätte, hätte Er nur eine einzige                        Glaubensrichtung gestiftet, aber Er wünscht ein ‚Wetteifern&#8217;                        in guten Werken! Nicht Gewalt, rechthaberische Streitereien                        oder abstrakte Predigten von Frieden, Glaube und Hoffnung                        zählen vor Gott, sondern die konkreten Früchte,                        die wir aus unserem jeweiligen Glauben voreinander und füreinander                        hervorbringen, bis Gott selbst eines Tages gerecht zwi-schen                        uns allen entscheiden wird.</p>
<p>Mancher wird bei diesem Gedanken vielleicht an die Ringparabel                        Lessings in &#8222;Nathan der Weise&#8220; denken, und tatsächlich                        hat die neuere Forschung ergeben, dass Lessing wohl nicht                        nur den Islam generell, sondern insbesondere auch die oben                        erwähnte Sure kannte. Kaum jemand wagt es noch, Nathans                        Aufforderung an die Juden, Christen und Muslime einen Zufall                        zu nennen: &#8222;Es eifre jeder seiner unbestochnen, von                        Vorurteilen freien Liebe nach! Es strebe von euch jeder                        um die Wette, die Kraft des Steins in seinem Ring an den                        Tag zu legen! Komme dieser Kraft mit Sanftmut, mit herzlicher                        Verträglichkeit, mit Wohltun, mit innigster Ergebenheit                        in Gott zu Hilf!&#8220; (3.Aufzug, 7.Auftritt)Die innigste                        &#8222;Ergebenheit in Gott&#8220; &#8211; genau wie Goethe weist                        auch Lessing bewusst auf den Islam hin!</p>
<p>Als praktizierender Christ kann ich aus dem Glauben, aus                        der Schrift und auch aus eigener Erfahrung heraus sagen:                        Dass heute Muslime in Deutschland leben, ist kein ‚Unfall&#8217;,                        sondern eine Gnade und ein Geschenk des Einen Gottes! Wenn                        es uns gelingt, die oft verborgene Angst zwischen uns zu                        überwinden, werden wir uns gegenseitig in vielen Dingen                        ein Beispiel geben können. Wir werden uns den Quellen                        von Glauben, Liebe und Spiritualität nähern und                        dabei erfahren, dass Begegnung und Dialog die jeweils eigene                        Identität nicht bedrohen, sondern im besten Sinne festigen.                        Wir werden miteinander besser gegen Armut, Gewalt und Ungerechtigkeit                        angehen können &#8211; auf globaler Ebene, aber auch im eigenen                        Land. Im Sport, in der Kultur, in der Wirtschaft, der Wissenschaft,                        der Gesellschaft &#8211; überhaupt in allen Bereichen des                        menschlichen Lebens wurden die besten Leistungen stets durch                        fairen und gesunden Wettbewerb erzielt. Daher könnten                        die Gläubigen der verschiedenen Religionen darin wetteifern,                        das in ihren Glaubensrichtungen angelegte Gute und Wahre                        füreinander zu entfalten und besser zu verwirklichen.</p>
<p>Nein, das ist keine abstrakte Theorie, sondern etwas, dass                        sich immer dann beobachten lässt, wenn Menschen verschiedener                        Religionen miteinander ins Gespräch kommen, wenn sie                        voneinander lernen und aneinander wachsen!</p>
<p>Gott hat uns in diesem Land mit großen und bei weitem                        nicht selbstverständlichen Gaben des Wohlstands, der                        Bildung und auch des Friedens beschenkt. Sicherlich wird                        Er uns alle am Jüngsten Tage auch danach fragen, wie                        wir Seine Güter verwaltet haben.</p>
<p>Haben wir nicht von den vielen Krisenregionen dieser Welt                        Frieden, Gerechtigkeit und Vernunft verlangt, ohne diese                        aber in Deutschland und Europa, wo wir doch relativ frei                        und geschützt leben, selbst anzustreben? Haben wir                        nicht von anderen Toleranz und Weisheit erwartet, ohne selbst                        die Freiheit, den Wohlstand und die großen Chancen                        der Bildung zu nutzen, um an uns selbst zu arbeiten? Haben                        wir nicht von anderen Respekt vor Leben und Würde aller                        Menschen eingefordert, selbst aber die Mahnungen der Geschichte                        nicht ernst genommen und aus Überheblichkeit darauf                        verzichtet, als Glaubende gemeinsam gegen jede Form von                        Intoleranz, Hass und Gewalt einzutreten?</p>
<p>Gott hat uns eine Aufgabe gestellt, jedem Einzelnen von                        uns und allen Gläubigen gemeinsam. Es liegt an uns,                        an einer Zukunft mitzubauen, die an die glücklichen                        Zeiten des Zusammenlebens &#8211; etwa in al-Andalus &#8211; anknüpft,                        an einem Europa, in dem der Jude Jude, der Christ Christ                        und der Muslim Muslim sein kann, ohne benachteiligt oder                        bedrängt zu werden; an einem Europa, in dem Vielfalt                        als Bereicherung empfunden wird und in dem Glaube, Liebe                        und Spiritualität wieder als Kräfte des Friedens                        und der Hoffnung angesehen werden.</p>
<p>Wenn wir diese Aufgabe heute erfüllen, werden vielleicht                        spätere Generationen Gott dafür danken, dass Er                        in Seiner Weisheit überall auf der Welt und auch hier                        in Deutschland Juden, Christen und Muslime zusammengeführt                        hat. Mutig aufzubrechen wie Abraham, sich miteinander und                        füreinander auf den Weg zu machen: Das könnte                        der erste kleine Schritt hin zu einem großen Frieden                        sein!</p>
<p><em>Ein sehr schöner Artikel aus der Fontäne (<a href="http://www.fontaene.de/index.html" target="_blank">mehr dazu</a>) von M. Blume</em>:</p>
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		<title>Dialog der Kulturen</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Feb 2007 23:09:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nuhduran</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Zeitgeschehen]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Dialog der Kulturen ist ein Begriff, der heutzutage in aller Munde ist. Hoffentlich gelangt er auch in die Herzen der Menschen, denn dort beginnt der Dialog erst richtig. Der allzuoft diskutierte akademische Dialog muss durch den viel effektiveren Lebensdialog ersetzt werden. Anstelle zu fragen, wo man denn anpacken soll, gilt es, irgendwo anzufangen. Sei [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=nuhduran.wordpress.com&blog=658744&post=35&subd=nuhduran&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Der Dialog der Kulturen ist ein Begriff, der heutzutage in aller Munde ist. H<img src="http://nuhduran.files.wordpress.com/2007/02/helping-hand.jpg?w=175&#038;h=243" alt="Helfen Sie!" align="right" border="1" height="243" hspace="5" vspace="5" width="175" />offentlich gelangt er auch in die Herzen der Menschen, denn dort beginnt der Dialog erst richtig. Der allzuoft diskutierte akademische Dialog muss durch den viel effektiveren Lebensdialog ersetzt werden. Anstelle zu fragen, wo man denn anpacken soll, gilt es, irgendwo anzufangen. Sei es damit, einem Fremden den Weg zu eklären (oder besser: zu zeigen) oder einen Menschen beim Behördengang zu begleiten. Wir müssen den Dialog Teil unseres alltäglichen Lebens machen. Wir alle, egal ob Deutscher, Türke oder Grieche, brauchen diesen Dialog, um gemeinsam ein gesundes Miteinander zu gestalten. Durch den Dialog schrumpfen Entfernungen und versteht man den Dialog erst richtig, so ist man erst integriert bzw. bereit zu integrieren. Integration kann nur bidirektional stattfinden.</p>
<p>Goethe, der Meister der Worte, schreibt in seinem Divan schon vor fast 200 Jahren folgende Zeilen:<span id="more-35"></span></p>
<p><em>Wer sich selbst und andre kennt,<br />
Wird auch hier erkennen:<br />
Orient und Okzident<br />
Sind nicht mehr zu trennen.</em></p>
<p><em>Sinnig zwischen beiden Welten<br />
Sich zu wiegen, lass’ ich gelten;<br />
Also zwischen Ost und Westen<br />
sich bewegen sei zum Besten!</em></p>
<p>(Aus: Johann Wolfgang von Goethe: West-Östlicher Divan. Werke in 14 Bänden. Hamburger Ausgabe. Hg. von Erich Tunz. Bd. 2., München 1998, S. 121.)</p>
<p>In seiner Masnawi schreibt der Dichter der Herzen, Mevlana Celalüd-dîn Rumi, vor mehr als 700 Jahren Folgendes:</p>
<p><em>Komm, komm,<br />
wer immer du bist<br />
Wanderer, Götzenanbeter,<br />
du, der du den Abschied liebst,<br />
es spielt keine Rolle.<br />
Dies ist keine Karawane der Verzweiflung.<br />
Komm, auch wenn du deinen Schwur<br />
tausendfach gebrochen hast.<br />
Komm, komm, noch einmal, komm!</em></p>
<p>Die Einladung ist offen und an jeden gerichtet. So groß sollte das Herz eines Menschen sein. Damit er jeden Menschen in sein Herz zu schließen in der Lage ist.</p>
<p>Ein anderer Gelehrter gibt folgendene goldenene Worte über die Toleranz von sich:</p>
<p><em>Sei so tolerant, dass dein Herz so weit wie der Ozean wird. Lasse dich vom Glauben und von der Liebe zu den Menschen inspirieren. Sorge dafür, dass kein Mensch mit Problemen dir vergeblich seine Hand entgegen streckt. Bleibe niemandem gegenüber gleichgültig.</em></p>
<p>Man könnte noch viele andere Dichter, Denker und Gelehrte zitieren, aber die hier zitierten Weisheiten müssten ausreichen, um die Wichtigkeit des Dialogs zu zeigen. Und man darf nie vergessen, damit der Mensch, der kurz davor ist, zu ertrinken, gerettet werden kann, muss ihm jemand die Hand reichen. <em>Warum nicht dieser Retter sein?</em></p>
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