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	<title>Was die Welt nicht braucht... &#187; Essay</title>
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		<title>Was die Welt nicht braucht... &#187; Essay</title>
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		<title>&#8222;Die Integration ist nicht gescheitert, sie ist auf dem besten Wege, eine Erfolgsgeschichte zu werden.&#8220;</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Aug 2007 22:19:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nuhduran</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Essay]]></category>
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		<description><![CDATA[Feridun Zaimoglu, einer meiner Lieblingsautoren und mein Dissertationsthema, ist ein kluger Kopf. Er ist Verfechter der Integration und weiß seinen Standpunkt auch gut zu vertreten. Auf der Konferenz der Grünen Bundestagsfraktion &#8222;Integration braucht Rechte und Chancen&#8220; am 28. Juni 2007 hielt Zaimoglu die folgende &#8222;Kampfrede&#8220;, mit der er eine kontroverse Diskussion in Gang gesetzt hat:
Sie [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=nuhduran.wordpress.com&blog=658744&post=80&subd=nuhduran&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img src="http://nuhduran.files.wordpress.com/2007/08/feridunzaimoglu.jpg?w=150&#038;h=150" align="right" border="1" height="150" hspace="5" vspace="5" width="150" />Feridun Zaimoglu, einer meiner Lieblingsautoren und mein Dissertationsthema, ist ein kluger Kopf. Er ist Verfechter der Integration und weiß seinen Standpunkt auch gut zu vertreten. Auf der Konferenz der Grünen Bundestagsfraktion &#8222;Integration braucht Rechte und Chancen&#8220; am 28. Juni 2007 hielt Zaimoglu die folgende &#8222;Kampfrede&#8220;, mit der er eine kontroverse Diskussion in Gang gesetzt hat:</p>
<p><strong>Sie wollen uns nicht<br />
</strong><em>von Feridun Zaimoglu</em></p>
<p>Es vergeht kein Tag, an dem nicht ein Provokateur gegen den Bau einer Moschee oder das bedeckte Haar einer Muslimin wetterte. Die Aufklärer unserer Tage sind sich nicht zu schade, Experten heranzuziehen, die erklären, dass ein islamisches Gotteshaus keine Minarette brauche.</p>
<p>Die Vorstellung, es könnte eines Tages ein Gebetsausrufer vom Minarett aus zum einfachen Gottesdienst einladen, versetzt die &#8222;Volksdemokraten&#8220; in große Unruhe. Also plärren sie drauflos, sie geben Interviews, sie verschicken Pressemitteilungen, sie schreiben Hasspamphlete, sie stilisieren sich zu Lichtbringern der Aufklärung, zu Fußsoldaten der Demokratie. Beifall ist ihnen sicher, er kommt nicht von ungefähr von rechtskonservativer Seite. Denn die Konservativen, hier in Deutschland wie anderswo, ordnen die Menschen ihrer jeweiligen Kultur zu, sie sperren sich dagegen, dass ein Zuwandererkind mehr sein soll als ein deutsch sprechender Fremder. Ihre Heimat ist also unbedingt zu verteidigen, und sie phantasieren von der Abwehrschlacht der Inländer gegen die Zugezogenen. Nicht umsonst bedienen sie sich einer Sprache, in der es zulässig ist, von der biologischen Invasion und Infiltration zu sprechen.<span id="more-80"></span></p>
<p>Die Konservativen nennen ihre Fremdenskepsis Volksnähe, ich nenne sie rechten Schmarrn. Es kann kein Zufall sein, dass den selbsternannten Aufklärern und Volksdemokraten ausgerechnet von rechter Seite große Sympathie entgegengebracht wird: Sie werden eingeladen und dürfen auf vielen Podien sitzen, und immer dann, wenn sie heftig und deftig vom Leder ziehen, immer dann, wenn sie ihre Order an die abwesenden Fremden bellen, gibt es Szenenapplaus. Das mögen die Herren und Damen Aufklärer natürlich nicht gerne hören, die Nähe zum rechten Volk ist ihnen, vielleicht nicht ihnen allen, peinlich.</p>
<p>Wir leben in einer Zeit, in der rechte Feministinnen, gewendete Altlinke, orthodoxe Klassenkämpfer, Kulturpapisten und Rechtskonservative die Meinungshegemonie beanspruchen. Sie alle berufen sich auf das Recht der freien Rede, das ihnen niemand streitig macht, und doch schlagen sie viel Lärm, um, wie sie ihr Publikum glauben machen wollen, gegen das Kartell der Politisch-Korrekten anzukommen. Damit sind etwa Politiker der Linken und ich gemeint. Sie und ich werden von den rechtskonservativen Krakeelern angegriffen, wir werden als Gutmenschen, Multikulti-Illusionisten, Volksfeinde und sogar als Agenten einer fremden Macht beschimpft. Das Elend der Konservativen besteht darin, dass sie sich als Schutzmacht des dumpfen Volkswillens verstehen, sie müssen, um ihre Schockstarre in der Moderne zu legitimieren, einen Gegner, nein, einen Feind aufbauen, dem sie alle Übel- und Schandtaten zutrauen. Vor einigen Jahren fingen sie an. Plötzlich war in allen Blättern zu lesen, dass die 68er eigentlich Kommunenkommunisten gewesen seien, sie hätten mit List und Tücke die Schlüsselpositionen besetzt, sie hätten Volk und Vaterland verraten, sie hätten fremden Ideen und Anschauungen angehangen. Zur Weltkennzeichnung braucht der Konservative Gefahr und Alarm, und wir verstehen, dass in seinem Skript dieselbe Geschichte mit immer neuen Feinden erzählt wird. Gestern war Verrat durch die aufsässige deutsche Jugend, dann taten die Zuwanderer ihnen, den Konservativen, den Gefallen, für Arbeit und Brot herzukommen.</p>
<p>Der sogenannte Ausländer ist seither eine nie versiegende Inspirationsquelle. Sobald den Rechten die Themen ausgehen, zetteln sie Kampagnen an: Gegen die Asylanten, gegen die Türken und aktuell gegen die Moslems. Immer boten sich einige gewendete Linke an, laut über Probleme und Defizite nachzudenken, sie sprachen vielleicht nicht gleich von Überfremdung, dafür aber von instabilen Verhältnissen, für die vor allem die südländischen Männer verantwortlich zeichneten. Die neuen Intellektuellen waren Westentaschen-Voltaires, sie sahen großen Sinn darin, endlich, nach Jahren der Zermürbung, sich auf die Seite des Volkes zu schlagen. Heute haben wir es mit der Koalition von alten Eiferern und neokonservativen Politjunkern zu tun, sie berufen sich auf die Vernunft und die abendländische Kultur, um die Fremden vor eine andere Kulturkulisse zu stellen.</p>
<p>Ein Fremder ist deshalb fremd, weil man ihn dem Eigenen entfremdet &#8211; das scheint mir die Methode zu sein, deren sich die Fremdenskeptiker bedienen. Die Aufregung, die in konservativen Kreisen herrscht, hat aber damit zu tun, dass sie nicht mehr ungestraft von Ausländern sprechen können. Lassen wir uns nicht von den Alarmisten und Ideologen beirren: Die Integration ist nicht gescheitert, sie ist auf dem besten Wege, eine Erfolgsgeschichte zu werden. Die Integrationspolitik der Schwarzen, wenn sie denn überhaupt diesen Namen verdient, ist gescheitert, und das ist ein Grund, guter Laune den Regeln und Gesetzen des Alltags zu vertrauen.</p>
<p>Wann immer sich eine Möglichkeit darbot, der politischen Verbiesterung das Wort zu reden, die Konservativen griffen zu: Sie verbreiteten die Lüge vom Rückzug der Türken aus der deutschen Gesellschaft; sie machten Stimmung gegen die Parallelwelten, die es in Deutschland nicht gibt; sie sprachen von Ausländern und meinten doch nur die Türken, deren fremde Kultur und fremder Glaube verhinderten, wirklich teilzunehmen. Dann verlegten sie sich darauf, moderate Politiker ins Feld zu schicken, die die sogenannten Türken willkommen hießen, als wären sie erst gestern eingewandert. Im Hintergrund aber arbeiteten die Konservativen Gesetze aus, harte und ungerechte Gesetze, sie verwiesen auf den vermeintlich ungeordneten unkontrollierten Zustrom von Fremden ins Land, sie verhielten sich, als ginge es darum, einer Plage Herr zu werden. Sie schürten Panik und Hysterie, sie appellierten an die niederen Instinkte, und wer Kritik anmeldete, wurde als Phantast beschimpft, der keinen Bezug zur Realpolitik habe. Der Verweis auf die Sachzwänge und der Verweis auf durchlässige Grenzen ließ die Menschen in Deutschland unsicher werden, und manch einer glaubte dem Märchen, dass das Boot voll sei; dass der Ausländer gefährlich fremd sei; dass die Muselmanen drauf und dran seien, zu einer großen Mobilmachung aufzurüsten.</p>
<p>Es tobt in Deutschland ein Kulturkampf, ein Krieg der Provokateure, die Metzgern mit stumpfen Ausbeinmessern gleichen, sie schneiden und stechen, sie reißen und zerren. Es ist an der Zeit, zu einer Ideologiekritik anzusetzen: Die Ideologie der Schwarzen und ihrer Helfershelfer bezieht sich auf den kleinen Mann auf der Straße, und ist doch nur das Recht der Machthaber. Unanständig nenne ich Volksnähe, wenn sie Instinkte und Affekte anspricht, wenn sie, wie im neuen alten Zuwanderungsgesetz beschlossen, von Erleichterung spricht, aber doch nur erschwert. Unanständig ist es, die alten Einwanderer in den Hinterhof- Gebetsräumen als Anhänger eines fremden Glaubens zu beleidigen, ohne einen Moscheeraum von innen gesehen zu haben. Unanständig ist es, nur Haufen und Horden zu sehen, wo es doch Menschen sind, die dieses Land als ihr eigenes Land betrachten.</p>
<p>Sie und ich fühlen uns in einem Humanismus verbunden, auf den sich zu beziehen, heute dringlicher ist als gestern. Dieser Humanismus bedeutet, dass man auf der Seite der Schwachen steht. Deshalb werden wir angefeindet, deshalb werden wir diffamiert. Linkssein heute ehrt diese großartige Tradition. Wir machen weiter.</p>
<p>Der Kampf geht weiter.</p>
<p>Sie wollen uns nicht.</p>
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		<title>„Wer sich selbst…“</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Mar 2007 21:56:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nuhduran</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Dialog]]></category>
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		<description><![CDATA[Wenn man einem Menschen, der die Sprache eines Landes nicht spricht, etwa deshalb, weil er aus einem fremden Land kommt, bei seinen Alltagsgeschäften, so z.B. bei einem Behördengang, die helfende Hand reicht und ihm demnach einen Gefallen tut, dann führt man den besten Dialog zwischen zwei sich fremden Kulturen. Nichts anderes ist gemeint, wenn es [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=nuhduran.wordpress.com&blog=658744&post=57&subd=nuhduran&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><span></span><span>Wenn man einem Menschen, der die Sprache eines Landes nicht spricht, etwa de</span><span><img src="http://nuhduran.files.wordpress.com/2007/03/helfen.jpg?w=146&#038;h=200" align="right" border="1" height="200" hspace="5" vspace="5" width="146" /></span><span>shalb, weil er aus einem fremden Land kommt, bei seinen Alltagsgeschäften, so z.B. bei einem Behördengang, die helfende Hand reicht und ihm demnach einen Gefallen tut, dann führt man den besten Dialog zwischen zwei sich fremden Kulturen. Nichts anderes ist gemeint, wenn es heißt, man soll einen interkulturellen Dialog führen. Der Alltagsdialog, oder Lebensdialog, müsste zu einem festen </span><span>Bestandteil unseres Lebens werden, dann erst macht das Miteinander einen Sinn und Menschen genießen ihr Leben. Die eine Seite freut sich, geholfen zu haben, denn die Wohltat lässt einen Menschen sich besser fühlen, und die andere Seite freut sich, unterstützt geworden zu sein. Wenn sich beide Seiten freuen können, dann ist der Dialog perfekt.</span><span id="more-57"></span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Was aber ist die Voraussetzung für einen gesunden Dialog? Was muss beachtet werden, was darf nicht gemacht werden? Das Wichtigste ist es, zuerst zu erkennen, wer und was man ist. Also eine persönliche Standortbestimmung: wo stehe ich im Leben, was sind meine Ideale, worauf Ziel ich ab in meine Leben? Kann man diese Fragen beantworten, wird man erkennen, dass das Leben alleine nicht viel Sinn macht. Der Mensch braucht als soziales Wesen ein Umfeld. Sein Umfeld ist sehr dynamisch, es ändert sich regelrecht tagtäglich: in der Straßenbahn, auf der Straße, im Aufzug, auf einem Konzert oder im Kino. Menschen lernen immer wieder neue Menschen kennen. Wenn man also weiß, dass man seine Mitmenschen braucht, dann verspürt man auch das Bedürfnis, Kontakt mit diesen Menschen aufzunehmen. Hat man nun seit dreißig Jahren einen Nachbarn, der ursprünglich aus einem fremden, fernen Land kommt, so wird man sich dazu entscheiden, jetzt, da die Wichtigkeit des Kontakts zu Mitmenschen erkannt ist, einen Dialog mit diesen zu führen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Den Spieß kann man umdrehen: wenn man in einem fremden Land lebt, und jahrelang mit Menschen gelebt hat, deren Sprache man nicht spricht, dann muss man früher oder später erkennen: ein glückliches gemeinsames Leben fußt auf einem gesunden Dialog. Ja, aber warum gemeinsames Leben? Müssen wir uns denn mögen? Ja – diese Antwort ist nicht als meine, sondern als jene der Gesellschaft zu verstehen. Weder haben die Menschen, die ursprünglich aus fremden Ländern gekommen sind, vor, Deutschland zu verlassen, noch kann man sagen, dass die hier Einheimischen aus Deutschland auswandern werden. Ein gemeinsames Leben ist also unumgänglich. Und kein gemeinsames Leben ohne gesunden Dialog – und Dialog benötigt immer zwei! Es bringt nichts, von Menschen hier zu verlangen, sich in das System zu integrieren. System und Menschen müssen sich gegenseitig integrieren. Ein Nehmen und Geben also. Schließlich haben beide Seiten Schätze, welche die jeweils andere Seite nicht besitzt. Und das Leben nach einer einzigen Kultur – Leitkultur – zu führen, ist so unmodern wie die Deutsche Mark. Wir leben in einer kulturreichen Gesellschaft, machen wir Gebrauch von diesen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Unser Goethe hat nicht um sonst gemeint: </span></p>
<p class="MsoNormal"><span>„Wer sich selbst und andere kennt,<br />
Wird auch hier erkennen:<br />
Orient und Okzident<br />
Sind nicht mehr zu trennen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Sinnig zwischen beiden Welten<br />
Sich bewegen, laß ich gelten.<br />
Also zwischen Ost und Westen<br />
Sich bewegen sei zum Besten!“</span></p>
<p class="MsoNormal">(Aus dem &#8222;West-östlichen Diwan&#8220;)</p>
<p class="MsoNormal">Ein alter Versuch vom 3. März 2005 &#8211; inzwischen schon mehr als 2 Jahre alt.</p>
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		<title>Das Leben, es ist schön&#8230;</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Mar 2007 23:30:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nuhduran</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Essay]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgeschehen]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8222;Wer dem Leben gegenüber positiv gestimmt ist, empfindet es auch so,
Wer die Welt als positiv empfindet, genießt sein Leben!&#8220;
(Ein türkischer Gelehrter des letzten Jahrhunderts) 
Diesem Grundsatz kann ich mich nur anschließen. Das Leben, es ist wirklich schön. Nur wenn man mit dieser Philosophie an das Leben geht, wird man auch Erfolge verzeichnen. Hierbei geht es [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=nuhduran.wordpress.com&blog=658744&post=52&subd=nuhduran&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p align="center">&#8222;Wer dem Leben gegenüber positiv gestimmt ist, empfindet es auch so,<br />
Wer die Welt als positiv empfindet, genießt sein Leben!&#8220;</p>
<p align="right"><em>(Ein türkischer Gelehrter des letzten Jahrhunderts) </em></p>
<p>Diesem Grundsatz kann ich mich nur anschließen. Das Leben, es ist wirklich schön. Nur wenn man mit dieser Philosophie an das Leben geht, wird man auch Erfolge verzeichnen. Hierbei geht es nicht nur um materiellen Profit, sondern um Werte wie Humanität, Nächstenliebe und moralisches und korrektes Verhalten. <img src="http://nuhduran.files.wordpress.com/2007/03/396350975_e0b32e42ac.jpg?w=225&#038;h=169" alt="Schöne Welt!" align="right" border="1" height="169" hspace="5" vspace="5" width="225" /></p>
<p>Ein Mensch, der mit seinem Leben unzufrieden ist, kann zweierlei sein. Einerseits kann es sich hierbei um jemanden handeln, der schon etwas erreicht hat und danach bestrebt ist, sich zu verbessern. Er ist zwar erfolgreich, aber nicht zufrieden. Gewillt noch erfolgreicher zu sein, macht er sich Mühe, ein höheres Ziel zu erreichen. Die Zukunft ist für ihn eine große Schatzinsel, die durch ihn erkundet werden will. Bei diesem Typ von Mensch könnte man von einem Optimist reden. Er sieht das Leben als positive, konstruktive Herausforderung. Niederlagen motivieren ihn dazu, sich zu verbessern. Sollte ein Mensch denn von einem bestimmten Zeitpunkt an nicht einfach zufrieden mit seinem Leben sein und mit dem status quo auskommen?<span id="more-52"></span> Nein, so würde man sich nur selbst etwas vormachen. Denn ein weiser Mensch sagte einmal, dass wenn man am folgenden Tage genauso weit sei, wie am vorigen Tage, so sei man rückständig, da die Zeit verginge, man selbst aber auf der Stelle bliebe. Ein anderer meint:<br />
&#8222;Wer beginnt, zu sein,<br />
der hört auf, zu werden.&#8220;</p>
<p>Wie auch schon vorher erwähnt, ist diese Thesen nicht nur für die Wirtschaft gültig. Es ist klar, dass wir in einer Ellbogengesellschaft leben und um zu überleben, muss man erfolgreich sein. Aber viel wichtiger als der wirtschaftliche Erfolg ist der Erfolg im sozialen Leben und z.B. in der Wissenschaft. Dafür zeugen bestätigte Statistiken, dass z.B. die höchste Selbstmordrate der Welt in Neuseeland ist. Warum bringen sich in dort oder in Skandinavien, vor allem in Finnland, so viele Menschen um? Auf jeden Fall nicht weil sie nichts zu Essen oder zum Trinken haben, sprich am Existenzminimum leben. Nein, der Lebensstandard in diesen Ländern ist sehr hoch, womit bestätigt wird, dass Geld allein nicht wichtig für das Überleben des Menschen ist. Viel wichtiger sind die gesellschaftlichen Seiten des Lebens. Angefangen von einem intakten Familienleben bis hin zu einer funktionsfähigen Gesellschaft. Leider muss man jedoch zugegeben, dass es bei uns schon in der kleinsten Einheit der Gesselschaft, nämlich der Familie, schon stockt. Alleinerziehende Eltern sind schon fast zum Normalzustand geworden, sodass Kinder mit einem Elternpaar schon nahezu außer Mode sind. Eine sehr traurige Situation, in der wir uns befinden. Wie kein ein Ganzes bestehen, wenn schon die kleinste Einheit Mängel aufweist? Ja, wie?</p>
<p>Es mag sehr grob klingen, wenn ich von einem Mangel rede, doch das ist nun einmal Tatsache. Die Natur zeigt uns ausdrücklichst und in vielfacher Ausfertigung, sei es bei den Vögeln oder den Säugetieren, dass zu einem intakten Familienleben immer ein Elternpaar benötigt wird. Das Verhältnis von Mann und Frau reicht weit über das Zeugen von Kindern. Sie sind beide ein Teil eines Ganzen, der Familie, die nur durch gegenseitige Liebe und Aufopferungsbereitschaft auf den Füßen gehalten werden kann und nicht durch das Profitdenken von Vater oder Mutter.</p>
<p>Womit wir auch beim Hauptgrund des familiären Defekts wären. Die Ehe ist kein Flirt, bei dem man sich nur von der Schokoladenseite zeigt. Bei einem Flirt versucht ein jeder, den anderen zu beeindrucken und macht dabei einiges vor. Doch in der Ehe ist nich mehr alles Gold, was glänzt. Der Frühaufsteher vom Flirt entpuppt sich als Morgenmuffel etc. Man könnte Hunderte von diesen Beispielen anbringen, doch dafür fehlt es an Zeit und Platz. Was kann man nun machen, um dieses Problem zu lösen? Nicht dass man denkt, dass dieses Problem mit einem kurzen Essay zu lösen sei. Es bedarf einer umfangreichen Reformation der Gesellschaft. Eine von außen doch so intakt scheinende Gesellschaft, in der wir nun leben, zeigt ihre Nebeneffekte z.B. in der Familie. Um diese in Ordnung zu bringen, müssen zumindest die Eltern in einer Familie Vorbilder, was Toleranz, Nächstenliebe, Respekt oder moralisch korrektes Verhalten angeht, sein. Leider haben wir seit Ende der sechziger Jahre einen Mangel an diesem Vorbildverhalten gehabt, sodass die Eltern von heute, das sage ich mit großem Leid, fern von vielen Werten sind. Es reicht nicht, Kinder mit Konsumgütern wie Videokonsolen, PCs oder dem Fernsehen zu beschäftigen. Viel mehr müssen ihnen z.B. oben erwähnte Werte vermittelt werden. Erst durch eine &#8216;wert&#8217;voll aufgezogene Jugend können wir in eine erfolgreiche Zukunft blicken. Genauso wie der Optimist.</p>
<p>Ihm gegenüber steht der Pessimist. Für ihn ist das Glas halbleer, wenn es für einen Optimisten halbvoll ist. Dieser Pessimismus kann durch Lebenserfahrungen geprägt sein oder aber auch nur ein Teil eines Charakters von einem Menschen sein. Beide, Pessimist und Optimist, sind mit ihrem Leben unzufrieden. Wie sich das beim Optimisten ausdrückt, haben wir oben ausführlich formuliert. Der Pessimist ist keines Falls gewillt, sich irgendwie dazu zu motivieren, seine Lage zu verbessern. Meistens gibt er sich seinem Schicksal geschlagen. Er ist also unzufrieden, unternimmt aber nichts dadagen &#8212; so wollen wir nicht sein!!!</p>
<p>Dieser Text stammt im Original vom 20.12.2002. Daher bitte ich, einige unreife Gedanken zu entschuldigen.</p>
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			<media:title type="html">Schöne Welt!</media:title>
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		<title>Dialog der Kulturen</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Feb 2007 23:09:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nuhduran</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dialog]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Dialog der Kulturen ist ein Begriff, der heutzutage in aller Munde ist. Hoffentlich gelangt er auch in die Herzen der Menschen, denn dort beginnt der Dialog erst richtig. Der allzuoft diskutierte akademische Dialog muss durch den viel effektiveren Lebensdialog ersetzt werden. Anstelle zu fragen, wo man denn anpacken soll, gilt es, irgendwo anzufangen. Sei [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=nuhduran.wordpress.com&blog=658744&post=35&subd=nuhduran&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Der Dialog der Kulturen ist ein Begriff, der heutzutage in aller Munde ist. H<img src="http://nuhduran.files.wordpress.com/2007/02/helping-hand.jpg?w=175&#038;h=243" alt="Helfen Sie!" align="right" border="1" height="243" hspace="5" vspace="5" width="175" />offentlich gelangt er auch in die Herzen der Menschen, denn dort beginnt der Dialog erst richtig. Der allzuoft diskutierte akademische Dialog muss durch den viel effektiveren Lebensdialog ersetzt werden. Anstelle zu fragen, wo man denn anpacken soll, gilt es, irgendwo anzufangen. Sei es damit, einem Fremden den Weg zu eklären (oder besser: zu zeigen) oder einen Menschen beim Behördengang zu begleiten. Wir müssen den Dialog Teil unseres alltäglichen Lebens machen. Wir alle, egal ob Deutscher, Türke oder Grieche, brauchen diesen Dialog, um gemeinsam ein gesundes Miteinander zu gestalten. Durch den Dialog schrumpfen Entfernungen und versteht man den Dialog erst richtig, so ist man erst integriert bzw. bereit zu integrieren. Integration kann nur bidirektional stattfinden.</p>
<p>Goethe, der Meister der Worte, schreibt in seinem Divan schon vor fast 200 Jahren folgende Zeilen:<span id="more-35"></span></p>
<p><em>Wer sich selbst und andre kennt,<br />
Wird auch hier erkennen:<br />
Orient und Okzident<br />
Sind nicht mehr zu trennen.</em></p>
<p><em>Sinnig zwischen beiden Welten<br />
Sich zu wiegen, lass’ ich gelten;<br />
Also zwischen Ost und Westen<br />
sich bewegen sei zum Besten!</em></p>
<p>(Aus: Johann Wolfgang von Goethe: West-Östlicher Divan. Werke in 14 Bänden. Hamburger Ausgabe. Hg. von Erich Tunz. Bd. 2., München 1998, S. 121.)</p>
<p>In seiner Masnawi schreibt der Dichter der Herzen, Mevlana Celalüd-dîn Rumi, vor mehr als 700 Jahren Folgendes:</p>
<p><em>Komm, komm,<br />
wer immer du bist<br />
Wanderer, Götzenanbeter,<br />
du, der du den Abschied liebst,<br />
es spielt keine Rolle.<br />
Dies ist keine Karawane der Verzweiflung.<br />
Komm, auch wenn du deinen Schwur<br />
tausendfach gebrochen hast.<br />
Komm, komm, noch einmal, komm!</em></p>
<p>Die Einladung ist offen und an jeden gerichtet. So groß sollte das Herz eines Menschen sein. Damit er jeden Menschen in sein Herz zu schließen in der Lage ist.</p>
<p>Ein anderer Gelehrter gibt folgendene goldenene Worte über die Toleranz von sich:</p>
<p><em>Sei so tolerant, dass dein Herz so weit wie der Ozean wird. Lasse dich vom Glauben und von der Liebe zu den Menschen inspirieren. Sorge dafür, dass kein Mensch mit Problemen dir vergeblich seine Hand entgegen streckt. Bleibe niemandem gegenüber gleichgültig.</em></p>
<p>Man könnte noch viele andere Dichter, Denker und Gelehrte zitieren, aber die hier zitierten Weisheiten müssten ausreichen, um die Wichtigkeit des Dialogs zu zeigen. Und man darf nie vergessen, damit der Mensch, der kurz davor ist, zu ertrinken, gerettet werden kann, muss ihm jemand die Hand reichen. <em>Warum nicht dieser Retter sein?</em></p>
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		<title>Eine neue Weltsicht (?)</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Feb 2007 22:53:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nuhduran</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Essay]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgeschehen]]></category>

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		<description><![CDATA[Als vor Hunderten von Jahren Galileo und Kopernikus dem heliozentrischen Weltbild das geozentrische entgegenstellten, drehten sie die Welt regelrecht auf den Kopf. Vor allem die Kirche machte Galileo das Leben erst schwer, dann unmöglich. Seine legendären Worte &#8222;Und sie dreht sich doch!&#8220; waren sein Golden Goal in der Verlängerung. Sie konnten ihn hängen, die Wahrheit [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=nuhduran.wordpress.com&blog=658744&post=41&subd=nuhduran&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Als vor Hunderten von Jahren Galileo und Kopernikus dem heliozentrischen Weltbild das<img src="http://nuhduran.files.wordpress.com/2007/02/eine-scheibe-welt.jpg?w=248&#038;h=153" alt="Welt als Scheibe!" align="right" border="1" height="153" hspace="5" vspace="5" width="248" /> geozentrische entgegenstellten, drehten sie die Welt regelrecht auf den Kopf. Vor allem die Kirche machte Galileo das Leben erst schwer, dann unmöglich. Seine legendären Worte &#8222;Und sie dreht sich doch!&#8220; waren sein Golden Goal in der Verlängerung. Sie konnten ihn hängen, die Wahrheit aber konnten sie nicht vernichten.</p>
<p>Ich möchte hier ein neues Weltbild vorstellen. Viele von uns kennen es, aber es kann sein, dass der eine oder andere es noch nicht bemerkt hat. Es geht um<span id="more-41"></span> das egozentrische Weltbild. Das Individuum steht im Mittelpunkt der Welt, alles dreht sich um dieses. Vor allem in Ländern mit hohem Lebensstandard ist dieses Phänomen vorzutreffen. In den meisten Fällen sind es wohlhabende Menschen, die nach diesem Weltbild leben. Der Reichtum, der diese Menschen umgibt, bringt das Gefühl auf, unabhängig zu sein. Gewiss, das Geld hilft ihnen in fast jeder Lebenssituation; beim Einkaufen, beim Rechnungenzahlen, beim Ausgehen sowie sich Amüsieren und vielem mehr. Doch Geld ist ja bekanntlich nicht alles und der Rest auch nicht wenig. Was aber ist der Rest?</p>
<p>Der Rest, das ist Mitgefühl, Solidarität, Nächstenliebe, Fürsorge, Mitleid und viele andere sozialen Kompetenzen. Leider fehlt uns das alles. Wir haben uns aber einen Ersatz für jede Tugend geschaffen.</p>
<p>Anstelle von Mitgefühl haben wir Obdachlosenheime. Anstelle Solidarität haben wir einen Solidaritätsbeitrag. Wir leben in einem Land, wo wir einen Solidaritätsbeitrag zahlen müssen. Kann Solidarität erzwungen werden? Eigentlich nicht, aber was kann man machen, wenn es nicht selbst kommt? So kann man es weiterspinnen.</p>
<p>Die Werte, die das Leben in der Gesellschaft ausmachen, wurden institutionalisiert. Der Mensch hat seine sozialen Pflichten auf Behörden und Institutionen übertragen. Doch mit diesem Akt hat er sich seiner sozialen Pflichten im direkten Sinne entledigt. Wenn der Mensch monatlich oder einmal im Jahr einer zuständigen Institution Geld überweist, wähnt er seine Pflicht erfüllt. Aber das Leben in der Gesellschaft fordert mehr.</p>
<p>Aber was? Dazu ein andermal mehr.</p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/nuhduran.wordpress.com/41/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/nuhduran.wordpress.com/41/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/nuhduran.wordpress.com/41/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/nuhduran.wordpress.com/41/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/nuhduran.wordpress.com/41/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/nuhduran.wordpress.com/41/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/nuhduran.wordpress.com/41/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/nuhduran.wordpress.com/41/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/nuhduran.wordpress.com/41/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/nuhduran.wordpress.com/41/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/nuhduran.wordpress.com/41/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/nuhduran.wordpress.com/41/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=nuhduran.wordpress.com&blog=658744&post=41&subd=nuhduran&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Altern, Einsamkeit und Tod</title>
		<link>http://nuhduran.wordpress.com/2007/01/30/altern-und-einsamkeit/</link>
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		<pubDate>Tue, 30 Jan 2007 22:33:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nuhduran</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essay]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Tod]]></category>
		<category><![CDATA[Zeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein ernstes Thema, dem wir immer wieder aus dem Weg zu gehen versuchen. Der Mensch hat eine Abneigung vor dem Altern. Er tut alles in seiner Möglichkeit stehende, um diesen Prozess zu verzögern. Schönheitsoperationen oder Anti-Aging-Kuren sind heutzutage sehr populär und wer es sich leisten kann, bedient sich dieser Angebote. Aber warum?
Das Altern ist der [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=nuhduran.wordpress.com&blog=658744&post=34&subd=nuhduran&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Ein ernstes Thema, dem wir immer wieder aus dem Weg zu gehen versuchen. Der Mensch hat eine Abneigung vor dem Altern. Er tut alles in seiner Möglichkeit<img src="http://nuhduran.files.wordpress.com/2007/01/tod.jpg?w=250&#038;h=203" align="right" border="1" height="203" hspace="5" vspace="5" width="250" /> stehende, um diesen Prozess zu verzögern. Schönheitsoperationen oder Anti-Aging-Kuren sind heutzutage sehr populär und wer es sich leisten kann, bedient sich dieser Angebote. Aber warum?</p>
<p><strong>Das Altern ist der Hinweis auf den Tod</strong></p>
<p>Hierzu eine kleine (wahre) Geschichte: Ein weiser Herrscher hatte jahrelang einen Mann eingestellt gehabt, der ihn täglich daran erinnern sollte, dass er eines Tages sterben würde. So wollte sich der Herrscher davon abhalten, übermütig zu werden und somit auf dem &#8222;Boden&#8220; bleiben. Als dieser Herrscher jedoch die ersten grauen Haare bekam, kündigte er dem Bediensteten und sagte ihm: &#8222;Jetzt, da ich die grauen Haare habe, brauche ich keinen anderen, der mich des Todes erinnert!&#8220;</p>
<p>Also ist das Altern und der Tod unumgänglich! Deshalb bringt es auch nichts, sich davon abzuwenden und sie (das Altern und den Tod) zu ignorieren. Was aber tun, wenn der Tod nun unumgänglich ist?<span id="more-34"></span></p>
<p>Es gibt eine einzige Lösung. Da alles auf dieser Welt sterblich und vergänglich ist, ausgenommen des Todes, den man nicht umbringen kann, ansonsten wäre das unendliche Leben auf Erden möglich, muss man sich auf den Tod vorbereiten. <em>Jeder auf seine Art. </em>Wenn man dem Todesengel (sofern man an diesen glaubt) gegenübersteht, muss man mit der Welt abgeschlossen haben.</p>
<p><strong>Der Tod kann jederzeit kommen</strong></p>
<p>Da man aber nicht weiß, wann das sein wird, muss man stets bereit sein. Hierzu eine sehr lehrreiche Geschichte von Mevlana Dschelâl-eddin Rumi, dem Dichter der Herzen, übersetzt von Annemarie Schimmel:</p>
<p>&#8222;Am Morgen war es, dass ein Mann voll Gram zur Halle Salomos gelaufen kam, bleich sein Gesicht vor Furcht, die Lippen blau. „Was hast du, Meister?“ fragte Salamo. Er sprach: „Der Todesengel Azrael warf einen Blick voll Haß und Zorn auf mich!“ Er sagte: „Nun, so wünsche, was du willst!“ Der bat: „Befiehl dem Wind, o Seelenhort, daß er von hier nach Indien mich bringe – vielleicht entgeh ich dort des Todes Schlinge!“ Dem Wind gab er Befehl, ihn rasch zu tragen ins tiefste Indien über Land und Meer. Am nächsten Tag, zur Zeit der Audienz befragte Salomo dann Azrael: „Was blicktest du den Muslim an voll Zorn, dass er so ganz verstört und flüchtig ward?“ Er sprach: „Nicht zornig blickte diesen Mann ich an – ich war verwundert, ihn allhier zu sehn, denn grade hatte Gott mir ja befohlen, ihn allsogleich in Indien zu holen. Erstaunt dacht ich: Hätt er auch hundert Schwingen – wie sollten sie ihn gleich nach Indien bringen?&#8220;</p>
<p><strong>Der Tod bringt Einsamkeit</strong></p>
<p>Die Gedanken von Paul Auster, einem Autor, den ich sehr schätze, über das Altwerden könnte man so zusammenfassen: Es ist nicht sein eigener Tod, der Altwerden uns unangenehm macht. Vielmehr sind es die Menschen um uns, die nach und nach sterben und uns alleine lassen. Nach einer Zeit hat man niemanden mehr. Die Einsamkeit macht dem Menschen das Leben schwer!</p>
<p><strong>Warum schreibe ich über den Tod</strong></p>
<p>Einige Ereignisse wie &#8222;Kyrills&#8220; Besuch in Deutschland und Dinks Ermordung haben mich dazu bewogen. Und eines noch: <em><strong>ich </strong></em>wollte mich mal mit dem Tod auseinandersetzen. Mögen wir alle noch ein gesundes und glückliches Leben gesegnet bekommen.</p>
<p>Und solange wir noch leben: Lasst uns diesem Leben einen Sinn geben!</p>
<p>Ps.</p>
<p>Der vor einigen Tagen verstorbene Ex-Außerminister der Türkei, Ismail Cem Ipekci, hat vierzig Jahre vor seinem Tod, schon an diesen gedacht und folgedende Zeilen aufs Papier gebracht:</p>
<p><img src="http://nuhduran.files.wordpress.com/2007/01/cem.jpg?w=95&#038;h=130" align="left" border="1" height="130" hspace="5" vspace="5" width="95" /><br />
Çok ileri bir tarihte<br />
Çok yaşlı olarak<br />
Sessizce ayrılmalıyım<br />
Kimseye pek gözükmeden<br />
Ve kimseyi rahatsız etmeden.</p>
<p align="left">Übersetzt würde dies ungefähr so lauten:</p>
<p align="right">&nbsp;</p>
<p align="center">In sehr ferner Zukunft<br />
In einem sehr hohen Alter<br />
Will ich von dannen ziehen<br />
Ohne mich sehen zu lassen<br />
Und ohne jemanden zu stören.</p>
<p align="right">Schöne Worte! Möge auch er in Frieden ruhen!</p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/nuhduran.wordpress.com/34/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/nuhduran.wordpress.com/34/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/nuhduran.wordpress.com/34/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/nuhduran.wordpress.com/34/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/nuhduran.wordpress.com/34/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/nuhduran.wordpress.com/34/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/nuhduran.wordpress.com/34/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/nuhduran.wordpress.com/34/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/nuhduran.wordpress.com/34/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/nuhduran.wordpress.com/34/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/nuhduran.wordpress.com/34/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/nuhduran.wordpress.com/34/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=nuhduran.wordpress.com&blog=658744&post=34&subd=nuhduran&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Warum Schüler nichts lernen wollen!</title>
		<link>http://nuhduran.wordpress.com/2007/01/22/warum-schuler-nichts-lernen-wollen/</link>
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		<pubDate>Mon, 22 Jan 2007 17:13:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nuhduran</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Zeitgeschehen]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn in Deutschland etwas zum Thema Bildung gesagt wird, dann hören die meisten gar nicht mehr zu. Das Volk hat die Nase voll von Tipps und Ratschlägen und die Menschen haben schon längst die Übersicht verloren. Sie wissen nicht mehr, welche Information für sie nützlich ist und welche nicht. Ich möchte in diesem Text die [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=nuhduran.wordpress.com&blog=658744&post=18&subd=nuhduran&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Wenn in Deutschland etwas zum Thema Bildung gesagt wird, dann hören die meisten gar nicht mehr zu. <img src="http://nuhduran.files.wordpress.com/2007/01/kind.jpg?w=175&#038;h=175" alt="Kind" align="right" border="1" height="175" hspace="5" vspace="5" width="175" />Das Volk hat die Nase voll von Tipps und Ratschlägen und die Menschen haben schon längst die Übersicht verloren. Sie wissen nicht mehr, welche Information für sie nützlich ist und welche nicht. Ich möchte in diesem Text die Situation in Deutschland etwas zu erklären versuchen. Für meine Feststellungen habe ich jedoch keinerlei Patentansprüche. Klar, als Lehrer und Klassenbetreuer fällt mir täglich etwas Neues an den Kindern auf, was mich immer wieder wundern läßt, wie viel man eigentlich von den Kindern lernen kann. Die Fragestellung ist diese: Warum wollen Schüler nichts lernen? (Ich gehe hier jeweils immer vom schlimmsten Fall aus, also nicht verzweifeln!)</p>
<p><span id="more-18"></span>1. Der Lehrplan ist verantwortlich!</p>
<p>Nach unserer pädagogischen Pleite von Pisa haben die Kultusministerien der Länder sofort reagiert und die Schuld auf die Lehrpläne geschoben. Die seien der Grund für die erfolglosen Schüler.  Bevor die Ergebnisse von Pisa auf dem Markt waren, hatte keiner daran gedacht, dass der Lehrplan überaltet war und ersetzt werden musste. Doch Pisa hat unsere Augen geöffnet! So haben wir seit 2004 einen neuen Lehrplan und was ist das Resultat. Teilweise ratlose Lehrer, die nicht wissen, was sie unter dem Begriff der Kompetenzvermittlung zu verstehen haben. Und wie sieht es mit den Schülern aus? Nein, leider hat uns der Lehrplan nicht geholfen, die Schüler besser zu motivieren. Dann kann das Problem nicht am Bildungsplan liegen. Wo dann?</p>
<p>2. Die Lehrer sind verantwortlich!</p>
<p>Klar, die Lehrer sind schuld. Wer sonst? Die Schüler beklagen sich darüber, dass die Lehrer entweder zu langweilig oder zu streng sind. Der richtige Lehrer ist heutzutage leider schon vor dem Aussterben bedroht. Die meisten Lehrer in unserem Land sind schon im fortgeschrittenen Alter und bei ihnen fehlt zum Teil schon ganz der Bezug zu den Kindern. Da auch keine große Konkurrenz wie auf dem freien Markt herrscht, wird sich ein Lehrer, der kurz vor der Pension steht, nicht noch einmal hinsetzen und neue Unterrichtsentwürfe planen. Ich muss hier einräumend feststellen, dass es sehr wohl Lehrer gibt, die dies machen, aber diese machen nur eine Gruppe aus. Natürlich gibt es auch junge Lehrer, aber hier fehlt, so die Schüler, die Autorität bzw. Erfahrung. Die Schüler wickeln diese Lehrer sehr schnell um den Finger, sodass der Lehrer sich im Unterricht nicht mehr durchsetzen kann, was ein enormes Problem darstellt. Bisweilen sind schlechte Noten das einzige &#8222;Druckmittel&#8220; für die Lehrer. Über den &#8222;Erziehungsauftrag&#8220; will ich erst gar nicht schreiben.</p>
<p>Also kann man sagen, dass Lehrer schon für den Misserfolg der Schüler teilweise mitverantwortlich sind. Ich sage bewusst &#8222;teilweise&#8220; und &#8222;mitverantwortlich&#8220;, denn die Hauptfaktoren kommen noch.</p>
<p>3. Die Schüler sind verantwortlich!</p>
<p>Zwei Sachen, die das erfolgreiche Lernen in der Schule garantieren, fehlen unseren heutigen Schülern: Respekt und Interesse. In einer Zeit, in der die Schüler ihren Lehrer (und natürlich auch Mitschülern) die Hosen herunterziehen, sobald diese ihnen den Rücken gedreht haben, ist es sehr offensichtlich, dass es den Schülern an Respekt vor dem Menschen im Allgemeinen fehlt. Der Mensch wird verachtet und minderwertig geschätzt. Ein halbe Million Schüler werden in deutschen Schulen gemobbt &#8211; physisch und psychisch! Ein Problem, das uns noch lange beschäftigen wird. Kommen zurück zum Respekt bzw. dem fehlenden Respekt. Wenn ein Schüler seinen Lehrer nicht respektiert, nimmt er seinen Lehrer ebensowenig ernst. Einem Mensch, der nicht ernst genommen wird, schenkt man auch keine Aufmerksamkeit und deshalb bleibt der Stoff auf der Strecke.</p>
<p>Ein weiteres Problem ist das fehlende Interesse der Kinder. Die Neugier für die Wissenschaften, die Ursache für jede Forschung ist, fehlt bei unseren Schülern.  Das Interesse gilt lediglich den Freunden (was eigentlich in Ordnung ist), der Musik(, man auch genießen sollte), den Computerspielen, dem Fernsehen, dem Chatten, dem Flirten, der Gewalt, dem Mobbing etc. Bei so vielen Interessengebieten darf man sich nicht wundern, wenn die Schüler kein Interesse für etwas anderes aufbringen können.</p>
<p>Also ist es nicht falsch, wenn wir sagen, dass die Schüler einen großen Anteil der Verantwortung für ihren Misserfolg ausmachen. Aber sie sind nicht allein.</p>
<p>4. Die Eltern(teile) sind verantwortlich!</p>
<p>Leider wissen die wenigsten Eltern, dass nicht die Grundschule die erste Schule ist, die die Kinder besuchen &#8211; auch nicht der Kindergarten, sondern das Elternhaus selbst. Die Kinder müssen von zu Hause aus einen minimale Grunderziehung mitbringen. Diese fehlt leider. Was die Grundschulen von den Eltern teilweise &#8222;geliefert&#8220; bekommen, sind egoistische und aggressive Kinder, denen das Lügen leichter fällt, als die Wahrheit zu sagen. Die Eltern, die selbst kaum &#8222;erzogen&#8220; worden, können ihren Kindern nichts weitergeben. Wir haben es hier mit einer normen- und wertelosen Generation zu tun und erwarten von dieser, dass sie &#8222;gescheite&#8220; Ideale hat und sich nach diesen richtet. Die einzigen Ideale sind Reichtum, Ruhm und Macht, was sich bspw. in der Person von fünfzig Pfennig, ich meine fünfzig Cent oder etwa Britney Spears widerspiegelt.</p>
<p>Die Eltern, in letzter Zeit leider immer öfter die alleinerziehenden Elternteile haben leider &#8222;versagt&#8220;. Grund dafür ist ihre fehlende Erziehung und die fehlende Aufmerksamkeit für die Kinder. Es ist keine Tugend, den Kindern Geld, PCs, Fernseher etc. bereitzustellen und sich nicht persönlich um sie zu kümmern. Diese Güter sind nur ein Alibi, aber ein schlechtes. Denn die Kinder werden von diesen Konsumgütern nicht erzogen!</p>
<p>Über die Eltern kann noch so vieles gesagt werden, aber dazu fehlt die Zeit. Zusammenfassend und schlussfolgernd kann gesagt werden, dass die Eltern(teile) leider selbst keine eigene &#8222;Erziehung&#8220; genossen haben. Deshalb sind sie nicht in der Lage, den Kindern ein Mindestmaß an Erziehung zu vermitteln. Was die Kinder ebenfalls benötigen und von ihren Eltern nicht erhalten ist Aufmerksamkeit. Anstelle dieser bieten die Eltern den Kindern Konsumgüter und wähnen sich aus dem Schneider, aber dem ist nicht so. Leider!</p>
<p>Resultat: die Eltern sind ebenfalls sehr stark verantwortlich für den Misserfolg ihrer Kinder.</p>
<p>5. Alle sind verantwortlich!</p>
<p>Es wäre naiv hier die Schuld alleinig einem zuzuschreiben. Alle sind für den Missstand, dass Schüler nichts lernen wollen, mitverantwortlich. Der eine mehr, der andere weniger. Aber letztendlich kann man diese Situation nur dann verbessern, wenn man sich dazu bereit erklärt, auch etwas verändern zu wollen, allen voran natürlich sich selbst. Also führt der Weg für den Erfolg unserer Kinder nur über Selbstdisziplin und Opferbereitschaft. Doch dazu das nächste Mal mehr.</p>
<p>Ps. Das nächste Mal möchte ich erklären, was man tun kann, um diese Situation zu verbessern.</p>
<p>Dieser Versuch wurde am 22. Januar 2007 geschrieben.</p>
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		<item>
		<title>Kyrill &#8211; die Ruhe während des Orkans</title>
		<link>http://nuhduran.wordpress.com/2007/01/18/kyrill-die-ruhe-wahrend-des-orkans/</link>
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		<pubDate>Thu, 18 Jan 2007 22:23:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nuhduran</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Essay]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgeschehen]]></category>

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		<description><![CDATA[Zu allererst möchte ich für alle Menschen, die durch die Folgen dieser Naturkatastrophe ihr Leben verloren haben, mein herzlichen Beileid aussprechen. Mögen sie ihn Frieden ruhen.
Als ich heute Abend aus dem Fenster sah, habe ich gemerkt, dass bei vielen Nachbarn das Licht brennt. Heute geht niemand hinaus. Man kommt nur noch nach Hause, um zu [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=nuhduran.wordpress.com&blog=658744&post=15&subd=nuhduran&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Zu allererst möchte ich für alle Menschen, die durch die Folgen dieser Naturkatastrophe ihr Leben verloren haben, mein herzlichen Beileid aussprechen. Mögen sie ihn Frieden ruhen.</p>
<p>Als ich heute Abend aus dem Fenster sah, habe ich gemerkt, dass bei vielen Nachbarn das Licht brennt. Heute <em>geht </em>niemand hinaus. Man <em>kommt </em>nur noch nach Hause, um zu Hause zu <em>bleiben</em>. Auch die Bahn, die sonst (fast) immer fährt, hat alle Züge stillgelegt, d.h. natürlich für einige viele Menschen, dass sie nicht nach Hause kommen können. Am Flughafen Frankfurt am Main sieht es ähnlich aus.</p>
<p>Deutschland ist eigentlich kein Land, das regelmäßig von Naturkatastrophen heimgesucht wird, aber ab und zu trifft es auch uns. Hoffen wir, dass die Zahl der Opfer nicht steigt und die Schäden sich im Rahmen halten.</p>
<p>Ich habe aber nicht die Feder in die Hand genommen, um<span id="more-15"></span> die aktuellen Geschehnisse in unserem Land zu schreiben, wobei diese heute schon einen sehr hohen Nachrichtenwert haben und einen Blog ausmachen würden. Nein, ich möchte hier noch etwas anderes schreiben. Etwas, was heute vielleicht einigen von uns durch den Kopf gegangen ist. Ein Orkan zwingt uns, wie oben erwähnt, zu Hause zu bleiben. Es ist eine Art Rückzug aus dem Leben. Vor allem in einem Zeitalter, wo uns die Zeit davonrennt, wir nur noch in Sätzen ohne Präpositionen reden und Menschen vieles gleichzeitig machen müssen, ist es etwas Besonderes, sich aus dem Leben zurückzuziehen.</p>
<p>Dieser erzwungener Rückzug bietet für viele von uns die Gelegenheit, sich hinzusetzen und zu überlegen. Kyrill legt Deutschland lahm und setzt uns auf unsere Plätze. Sitzend und vielleicht in ein Kaminfeuer starrend, denken wir über das, worüber zu denken wir sonst nicht die Ruhe haben. Denn da draußen tobt ein Orkan und legt alles still. Manchmal braucht man einen Orkan, um Ruhe zu bekommen.</p>
<p>Wenn man sich selbst gegenübersitzt, so kann man sich besser bewerten. Das ist Objektivität im engsten Sinne. Falls man Manns genug ist, diese Ehrlichkeit an den Tag bringen kann, so wird man gewiss viele seiner Makel sehen können. Wer seine eigenen Makel zu sehen vermag, der ist ein wahrlich tugendhafter Mensch. Seiner Schale entledigt, sieht sich der Mensch bar jeder Ausrede und erkennt, was es heißt, auf nackte Tatsachen zu schauen. Aber einen Fehler zu machen, ist meist noch kein Frevel, neigt man jedoch dazu, diesen Fehler wiederholt zu begehen, dann sieht es problematisch aus. Wir sind im Alltag gewiss gewissenslose Wiederholungstäter, geben wir uns dies zu. Aber was tun?</p>
<p>Es dies nicht einfach, was hier zu tun ist. Der Mensch ist in seinem Ursprung gut. Er ist rein und sauber. Seine Taten (und die Welt) machen ihn zu dem, was er ist. Er muss zurück zu seinem Ursprung. Die Form ist verloren und der Mensch bedarf einer Reformation in wahrstem Sinne.  Aber es gibt keine Reformation ohne Konfessionen. Erst muss das Bekenntnis kommen; erst muss man sich seiner Deformationen in Klaren seinen, dann kann man auch dagegen ansteuern. Ansonsten ist jeder Versuch, etwas zu verändern, bar jeden Erfolgs.</p>
<p>Wenn man seiner selbst ins Angesicht zu blicken, seine Makel zu sehen und zu erkennen in der Lage ist, dann hat man das fruchtbare Fundament, dessen es bedarf, sich zu ändern und vielleicht sogar zu bessern. Nur wer sich selbst zu ändern und zu bessern weiß, kann auch die Welt verändern und verbessern.</p>
<p>Dieser Versuch wurde in der &#8222;Kyrill&#8220;ischen Nacht am 18. Januar 2007 geschrieben.</p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/nuhduran.wordpress.com/15/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/nuhduran.wordpress.com/15/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/nuhduran.wordpress.com/15/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/nuhduran.wordpress.com/15/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/nuhduran.wordpress.com/15/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/nuhduran.wordpress.com/15/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/nuhduran.wordpress.com/15/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/nuhduran.wordpress.com/15/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/nuhduran.wordpress.com/15/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/nuhduran.wordpress.com/15/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/nuhduran.wordpress.com/15/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/nuhduran.wordpress.com/15/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=nuhduran.wordpress.com&blog=658744&post=15&subd=nuhduran&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>FIFA World Cup 2002 &#8211; Die Ausnahme der Regel</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Jan 2007 21:34:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nuhduran</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essay]]></category>
		<category><![CDATA[Fußball]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Nostalgie]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8222;Allez les Bleus!&#8220;, riefen Tausende von Frankreich-Fans beim Eröffnungsspiel der WM Korea-Japan in Seuol. Dieses bestritten der amtierende Welt- und Europameister Frankreich und der WM-Neuling Senegal. Dem Senegal wurden natürlich wenig Chancen für dieses Spiel zugeschrieben und am meisten wid die Mannschaft wohl die &#8222;Equipe Tri-Coleur&#8220; (also Frankreichs Nationalmannschaft) unterschätzt haben. Denn als es nach [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=nuhduran.wordpress.com&blog=658744&post=14&subd=nuhduran&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>&#8222;Allez les Bleus!&#8220;, riefen Tausende von Frankreich-Fans beim Eröffnungsspiel der WM Korea-Japan in Seuol. Dieses bestritten der amtierende Welt- und Europameister Frankreich und der WM-Neuling Senegal. Dem Senegal wurden natürlich wenig Chancen für dieses Spiel zugeschrieben und am meisten wid die Mannschaft wohl die &#8222;Equipe Tri-Coleur&#8220; (also Frankreichs Nationalmannschaft) unterschätzt haben. Denn als es nach dem Schlusspfiff 1:0 zu Ungunsten <span id="more-14"></span>Frankreichs stand, waren nicht nur die Franzosen, sondern fast alle Nationen der Welt überrascht. Der Senegal, der bis 1955 mehr knapp 200 Jahre Kolonie Frankreichs war, hatte sich die Chance nicht nehmen lassen, sich zu revanchieren.Wer den Hochmut der Franzosen kennt, wird sich vorstellen können, was für Auswirkungen diese Niederlage und das darauffolgende vorzeitige Ausscheiden in der Vorrunde für die &#8222;Grande Nation&#8220; hat. Das Selbstwertgefühl, das man noch im letzten Spiel mit dem Einsatz von Superstar Zidane, der übrigens auch aus einer Kolonie Frankreichs, nämlich Algerien, stammt, war dann vollkommen am Boden, als man nicht einmal ein Tor schießen konnte.</p>
<p>Neben dem Weltmeister Frankreich schied auch der Favortit Argentinien aus. Wobei das Ausscheiden Argentiniens wiederum mehr als nur einen sportlichen Hintergrund hat. Denn in der Todesgruppe F, hatte Argentinien neben zwei anderen Ländern auch Erzrivalen England als Gegner. Die Engländer, die genauso wie die Deutschen, mit eher kleinen Erwartungen in die WM gekommen waren, sind aufgrund der Konflikte um die Falkland Insel im Zwist mit Argentinien und somit heißt jeder sportliche Sieg auch ein militärischer Sieg. Die Freude, die nach dem Sieg Englands über Argentinien aufkam, glich der eines WM-Siegs, was wiederum zeigt, was auf dem Spiel war und dass das ganze nicht nur ein &#8222;Spiel&#8220; ist, sondern viel mehr.</p>
<p>Interessant ist auch, dass AC Perugia den Süd-Koreaner Ahn nicht mehr will. Der Süd-Koreanische Star hatte im Achtelfinalspiel der WM Italien mit einem Golden Goal aus dem Turnier geschossen. Daraufhin hat sich das italienische Medien-und-Fußball-DUO eingeschaltet und prompt entschieden, dass Ahn, der Italien &#8222;eliminiert&#8220; habe, so der Präsident von AC Perugia, nichts mehr in Italien verloren haben. Ja, es mag sein, dass Ahn in Italien nichts verloren hat, aber Italien hat nun einmal <em>verloren</em> und ist ausgeschieden, womit noch ein Favorit ausgeschieden ist.</p>
<p>Ja, wie ist nun der Stand der Dinge. Von den acht Mannschaften, die im Achtelfinale sind, gelten eigentlich nur noch zwei als richtige Favoriten: nämlich Brasilien und Spanien. Deutschland und England sind aufgrund ihrer Fußballtradition noch Favoriten zweiten Grades. Der Senegal, die Türkei, die USA und Süd-Korea sind Mannschaften, die sich erst im Laufe der WM zu ihrem jetztigen Standpunkt entwickelt haben. Niemand würde damit rechnen, dass diese Mannschaften es jemals so weit brächten.</p>
<p>Mal sehen, was die WM noch bringt. Vielleicht sehen sich ja die Türkei und Deutschland im Finale, was auch natürlich mehr als nur ein &#8222;Spiel&#8220; sein wird.</p>
<p>Aber wie heißt es so schön: &#8222;Der Bessere soll gewinnen!&#8220;</p>
<p>Dieser Versuch wurden ursprünglich am 20. Juni 2002 geschrieben.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Mein Tee und ich&#8230;</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Jan 2007 21:05:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nuhduran</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essay]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Nostalgie]]></category>
		<category><![CDATA[Tee]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Getränk kann eine Gesellschaft nur so sehr zeichnen, wie der Tee die türkische gezeichnet hat.Gut, unser Nationalgetränk wäre vor einigen Jahrhunderten bestimmt der Kaffee, den die Osmanen unter anderem nach Wien brachten und somit die Ursache für die vielen Kaffeehäuser in dieser Stadt gewesen sind. Doch seit einigen Jahrzehnten hat sich der Tee gegenüber [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=nuhduran.wordpress.com&blog=658744&post=11&subd=nuhduran&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Ein Getränk kann eine Gesellschaft nur so sehr zeichnen, wie der Tee die türkische gezeichnet hat.Gut, unser Nationalgetränk wäre vor einigen Jahrhunderten bestimmt der Kaffee, den die Osmanen unter anderem nach Wien brachten und somit die Ursache für die vielen Kaffeehäuser in dieser Stadt gewesen sind. Doch seit einigen Jahrzehnten hat <img src="http://nuhduran.files.wordpress.com/2007/01/tee11.JPG?w=200" align="right" border="1" hspace="5" vspace="5" width="200" />sich der Tee gegenüber dem Kaffee behaupten können, so dass in den türkischen Cafés fast ausschließlich Tee getrunken wird. Meines Erachtens ist es sehr wichtig zu wissen, dass der europäische Kaffee nicht mit dem klassischen Istanbulkaffee verglichen werden kann. Deshalb empfielt es sich und nicht nur deshalb, eine Reise nach Istanbul durchzuführen; doch zum Kaffee und Istanbul ein andermal mehr.</p>
<p>Wir waren dabei, dass der Tee die absolute Nummer eins der türkischen Cafés weltweit ist. Ja, diese Dominanz beschränkt sich nicht nur auf die Türkei, sondern ist global gültig. Und zudem ist dieses Getränk nicht nur in den Cafés und Gasthäusern beliebt, nein, auch in den türkischen Haushältern hat dieses Getränk die Oberhand &#8211; und dieses auch weltweit! So konnte ich bei meinem letzten Türkeibesuch im  Februar 1999 genau denselben Tee trinken, den ich auch im September 1999 in New York getrunken habe und immer noch jeden Tag in Heidelberg trinke. Kann denn etwas globaler sein?<span id="more-11"></span></p>
<p>Wenn man überlegt, dass der Tee die Türkei erst vor einigen Jahrzehnten erreicht hat, stellt man sich die Frage, wie und warum eine Nation ein Getränk so sehr ins Herz schließen konnte. Çay [tschai], das ist der türkische Name des Tees. Wenn man dieses Wort auf etymologische Herkunft hin untersucht, stellt man fesst, dass die Türken diesen Namen mit kleinen Modifikationen vom Russischen übernommen haben; diese wiederum müßten den Namen von den Chinesen (tschae) übernommen haben. So bekommt man heraus, woher sich der Tee in die Türkei eingeschlichen hat. Ein weiterer, auf russischen Ursprung zurückzuführender Ausdruck ist der Semaver (russ. Samawor). Dieses Gerät wird zum Zubereiten des Çay benutzt. Doch bevor ich auf die genaue Zubereitung eingehe, möchte ich nochmals auf den Tee und seine Position in der Welt eingehen.</p>
<p>Die Teetrinker schlechthin sind natürlich die Chinesen, die mit ihren 1,3 Milliarden, mehrere Hektoliter pro Quadratmeter Grünen Tee trinken. Doch die Begeisterung der übrigen Welt über den Grünen Tee ist sehr unterschiedlich. So gibt es einige, die auf ihren Grünen Tee schwören, aber auch wiederum andere, zu denen ich mich auch zugehörig fühle, die nach einmaligem Versuchen die Finger von diesem Tee lassen. Aber hier muss man gerechterweise erwähnen, dass es beim Grünen Tee genauso wie beim Türkischen Kaffee in Europa ist, weshalb man sich auch in die Heimat dieser begeben muss, um sich eine objektive Meinung über diese zu machen. &#8222;It&#8217;s five o&#8217;clock &#8211; Tea Time!&#8220; Ja, die Engländer haben aufgrund ihrer zeitweiligen (wannabe-)Weltmacht ihre Tea Time in nahezu der gesamten Welt bekannt gemacht. Der Earl&#8217;s Grey einer berühmten Teemarke ist wohl der Inbegriff für Englischen Tee, der sich auch nur in authentischer Fassung genießen ließe. Doch dass die Türken ein Teetrinkervolk sind, hat sich leider noch nicht so sehr verbreitet. Wie in anderen Sachen auch, bedarf es großem Interesse, um sinnvolle, objektive Informationen über die Türkei zu finden. Die Medien greifen dieses Thema, Informationen über die Türkei zu geben, nur sehr selten auf und sollte mal dies der Fall sein, ist dies leider zu politisch und spiegelt leider nicht die Allgemeinheit in der Türkei, sondern nur eine bestimmte Region oder Menschengruppe wider. Diesbezüglich empfehle ich jedem einzelnen, eine Reise in die Türkei zu machen, wobei man sich nicht nur auf die schon zu westlichen Touristengebiete beschränken sollte, diese jedoch auch nicht ausschließen sollte. Am besten eignet sich eine mehrwöchige Querreise mit dem netten &#8222;Türken von Nebenan&#8220;, gesetzdenfalls es existiert einer.</p>
<p>Doch was für einen Zusammenhang haben die letzten zehn Sätze mit dem Çay? Wenn man es genau nimmt schon Einiges, da ja der Çay als ein &#8222;pars pro toto&#8220; (Teil des Ganzen &#8211; Teil des türkischen Leben) zu sehen ist und ich denke, dass diese Tatsache bezüglich der Türkei hier erwähnt werden musste. Aber ohne auf weitere Details einzugehen möchte ich mich nun der Zubereitung des Çays widmen.</p>
<p>Man gehe zu einem Onkel-Ahmet-Laden, dem adäquaten türkischen Gegenstück zum Tante-Emma-Laden, und kaufe sich eine Packung türkische Tee. Hierbei schlage ich vor, schon einige Mark mehr auszugeben und einen qualitativ hochwetigen Tee zu holen. Wenn man beachtet, dass ein Pfund vom teuersten Tee gerade einmal sieben bis acht Mark kosten, ist das nicht so tragisch. Da man ja schon am richtigen Ort ist, hole man sich auch ein Set türkische Teegläser; natürlich gehen auch normale, deutsche Gläser, doch wirken sich diese nicht gerade positiv auf das Teevergnügen aus. Wie dem auch sei. Je nach Gebrauch, nehme man sich ein bis zwei Teelöffel Tee pro Glas und wasche diesen. Nach einigen solle man ihn mit heißem, nach anderen mit kaltem Wasser waschen, da streiten sich noch die Gelehrten. Ich jedoch ziehe die zweite Version vor. Währenddessen koche man Wasser vor. Nachdem man den Tee in einen Teekessel gibt, füllt man je nach Anzahl der Teegläser, die man trinken will, ein viertel Glas kochendes Wasser pro Teeglas in den Kessel. Nachdem man das Konzentrat zehn bis fünfzehn Minuten ziehen läßt, füllt man je nach Geschmack etwas vom Konzentrat in ein Glas, wobei man den Rest mit kochendem Wasser auffüllt. Ich ziehe eine 1-zu-5-Kombination vor, das heißt ein Sechstel Konzentrat und fünf Sechstel kochendes Wasser. Sollte man türkische Teegläser haben, empfehle ich zwei Würfelzucker (ansonsten drei bis vier), jedoch muss ich zugeben, dass ich mir den Zucker abgewöhnt habe. Und nun kann man sich dem ultimativem Teevegnügen geben.</p>
<p>Dieser Versuch wurde vor vielen Jahren geschrieben und erfreut sich seither großer Beliebtheit.</p>
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